Streicher

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Firmengeschichte

[bearbeiten] Nannette und Andreas Streicher

Nannette Streicher wurde als Anna Maria Stein am 2. Januar 1769 in Augsburg geboren. Sie war die Tochter des Augsburger Orgel- und Klavierbauers Johann Andreas Stein, bei dem sie das Handwerk des Klaviermachers erlernte. 1793 heiratete sie den Pianisten und Komponisten Johann Andreas Streicher (1761-1833) (ein Schulkamerad Friedrich Schillers) und zog ein Jahr später mit ihm nach Wien, um dort in der Landstraße 301 mit ihrem Bruder Matthäus Andreas Stein die Klavierfabrik "Frère et Soeur Stein" zu eröffnen. 1802 lösten die Geschwister das gemeinsame Geschäft auf und Nannette gründete ihre eigene Firma unter dem Namen "Nannette Streicher née Stein". 1812 bezog sie eigene Räume in der Ungargasse.
Zu den Freunden und Kunden des Ehepaars Streicher zählten u. a. Ludwig van Beethoven, Johann Wolfgang von Goethe und Carl Maria von Weber.
Nannette Streicher starb am 16. Januar 1833 in Wien.

[bearbeiten] Johann Baptist Streicher

Andreas und Nannettes Sohn Johann Baptist (geb. 03.01.1796, gest. 28.03.1871) wurde 1823 Teilhaber und 1833 nach dem Tod seiner Mutter Alleininhaber der Fabrik. Bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung 1854 in München war Streicher als Sachverständiger Mitglied der Beurteilungs-Kommission für die ausgestellten Klaviere.

[bearbeiten] Emil Streicher

Johann Baptists Sohn Emil verkaufte das Unternehmen 1896 an die Gebrüder Stingl, da sein Sohn Theodor kein Interesse an der Übernahme der Fabrik hatte und sich lieber dem Komponieren widmen wollte.

[bearbeiten] Instrumente

Erhaltene Instrumente befinden sich heute von

[bearbeiten] Nannette Streicher

  • im GNM, Nürnberg
  • im Händelhaus Halle: 1820
  • im Goethe-Nationalmuseum, Weimar: 1821
  • im Piano Salon Christophori in Berlin: 1829 (oberschlägig)
  • im Mittelmosel-Museum, Traben-Trarbach: 1811
  • in der Sammlung Fritz Neumeyer in Bad Krozingen: 1816
  • im Fruchtkasten Stuttgart (Landesmuseum Württemberg): 1814
  • im Kasteel Vilain XIIII in Maasmechelen (Belgien), bei Maastricht: 1826
  • im Cobbe Collection Trust: 1823
  • im Musikmuseet Stockholm: 1814, 1825 (oberschlägig)
  • im Museum Huelsmann D-Bielefeld: 1829 (oberschlägig)
  • im Basler Musikmuseum (Historisches Museum Basel): 1816
  • im Bernischen Historischen Museum Bern: 1819
  • im Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg in Bad Berleburg: ca. 1825 (oberschlägig)
  • in der Ludwig Maximilians Universität in München: 1825 (oberschlägig)
  • im Musikinstrumentenmuseum in Leipzig: ca. 1800

[bearbeiten] Johann Baptist Streicher

[bearbeiten] Johann Baptist Streicher & Sohn

  • in der Sammlung Fritz Neumeyer, Bad Krozingen
  • am Institut für Musik- und Tanzwissenschaften der Universität Salzburg, Flügel mit hinterständiger Stoßzungenmechanik, op. Nr. 8175, Baujahr etwa 1885
  • im Pianomuseum Haus Eller, Bergheim (bei Köln)
  • in der Sammlung Beetz, Weimar (1877)
  • im Besitz von Hans Stöckelmaier
  • im Besitz von Andreas Hanke
  • im Besitz von Dietmar Högen ( Siegburg)( Konzertflügel 1874 )

[bearbeiten] Literatur

  • Harding, Rosamond E. M.: The Piano-Forte. Its History traced to the Great Exhibition of 1851. London: Heckscher 1933. Completely revised edition 1978. Reprinted 1989, S. 39, 106, 152, 164, 166, 297.
  • Katalog der Sammlung alter Musikinstrumente, I. Teil: Saitenklaviere, Wien: Kunsthistorisches Museum 1966, S. 51-56.
  • Literatur von und über Streicher im Katalog der Deutsche Nationalbibliothek

[bearbeiten] Links

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