Joseph Franz Ries

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Leben

Dem Taufregister zufolge wurde Josephus Claudius Franziscus Ries am 3. März 1792 in Bonn getauft. Sein Vater Franz Anton Ries (1755-1846) war Geiger und unterrichtete den jungen Ludwig van Beethoven. Der älteste Bruder Ferdinand Ries (1784-1838) wiederum studierte später von 1801 bis 1804 bei Beethoven in Wien und war gleichzeitig dessen Sekretär und Kopist. Der zweitälteste Bruder Pieter Joseph Ries (1791-1882) arbeitete als Exporteur für die Klaviermanufaktur Broadwood in London. Alle Ries-Kinder erfuhren eine musikalische Ausbildung.
Die wichtigsten Quellen über Joseph Franz Ries' Leben sind der Briefwechsel mit seinem Bruder Ferdinand und seine Erwähnung in den Konversationsheften Beethovens. Ihnen zufolge muss Joseph Franz einige Zeit in Paris verbracht und während der Napoleonischen Kriege in französischem Dienst als Soldat ohne Rang an Kämpfen teilgenommen haben.
Ab 1819 scheint sich Ries in Wien niedergelassen zu haben, wo er für den Klaviermacher Johann Joseph Promberger (1779-1834) arbeitete und dessen Sohn Klavierstunden gab. Ab 1822 lautet seine Anschrift "Alter Fleischmarkt No. 739".
Für 1823 finden sich in Beethovens Konversationsheften Hinweise darauf, dass Ries dessen Klaviere stimmte und reparierte. Aus den Bemerkungen wird deutlich, dass es für Ries nicht leicht war, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Mitte September 1825 - Ries wohnte inzwischen in der "Stadt No. 552" - reiste Ries mit dem britischen Dirigenten, Organisten und Komponisten George Smart (1776-1867) von Wien nach Prag, Dresden und Berlin. Danach fuhr er alleine weiter nach Köln und Bad Godesberg, wo er am 1. November 1825 den Geburtstag seines Vaters feierte.

... to be continued

J. F. Ries starb um 1862.

[bearbeiten] Instrumente

Heute befinden sich Instrumente von Joseph Franz Ries u. a.

  • im Münchner Stadtmuseum
  • auf der Borromeo-Insel im Lago Maggiore
  • in Privatbesitz von Ulrich Weymar (Hamburg)

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Quellen

  • Hill, Cecil (Hg.): Ferdinand Ries Briefe und Dokumente. Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bonn. Band 27. Bonn: Ludwig Röhrscheid Verlag 1982.
  • Wiener Stadt- und Landesarchiv, Konscriptionsbogen 1. Reihe, Stadt Nr. 552, Wohnbogen (Fremden-Tabelle), 6491.

[bearbeiten] Sekundärliteratur

  • Klaus, Dr. Sabine: "Life is a hard struggle" - The Viennese Piano Maker Joseph Franz Ries (1792-c.1862). Life, Patents, and Instruments. In: Early Keyboard Journal, Vol. 21 (2003)
  • Hill, Cecil: Artikel "Ries" in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians. 2. Auflage. Hg. v. Stanley Sadie, Band 21. London: Macmillan 2001. S. 369-372.
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