Joseph Brodmann
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[bearbeiten] Leben
Joseph Johann Brodmann wurde 1763 in Deuna (Preußen) geboren.[1] Er erlernte das Tischlerhandwerk und kam 1783 nach Wien, wo er beim bekannten Orgel- und Instrumentenbauer Hofmann in die Lehre ging. Am 14. Oktober 1796 leistete er den Bürgereid in Wien und errichtete dort eine Klaviermacher-Werkstatt zunächst in der Landstraße (Gemeingasse 54), dann in der Josephstadt am Glacis 43 (heute Wien 8, (Lenaugasse 10). Brodmann war einer der bekanntesten und besten Klaviermacher der Residenzstadt, der sich um die Vervollkommnung des Querpianos und die Verbesserung der Flügel-Resonanzböden verdient machte. Er war 1812 Zweiter Vorsteher, 1813/14 Erster Vorsteher dieses Gewerbes. Sein Lehrling Ignaz Bösendorfer übernahm 1828 das Geschäft. 1829 meldete er ein Patent für einen dreifach laminierten Resonanzboden an.[2]
Brodmann starb am 13. Mai 1848 in Wien und hinterließ testamentarisch das beachtliche Vermögen von 125.000 Gulden.
[bearbeiten] Instrumente
Die Instrumente von Brodmann wurden von Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber gespielt und geschätzt. Erhaltene Instrumente befinden sich heute u. a.
- im MIM Berlin
- im MKG Hamburg
- im KHM Wien
- im Museum Schloss Kremsegg, Österreich
- in Privatbesitz
- in der Cantos Music Collection, Calgary
- in der Collezione Accardi
- im Erbdrostenhof, Münster
- in der Frederick Historic Piano Collection
- im Musikmuseet Stockholm
- im Cité de la musique, Paris: Hammerflügel op. 40
- im Schloss Rheda
- im Schloss Wörlitz
- im Herrenhaus Ermlitz
[bearbeiten] Nachweise und Anmerkungen
- ^ Laut Taufregister des katholischen Pfarramtes der Gemeinde "St. Peter und Paul" in Deuna (Eichsfeld). Der Katalog der Sammlung alter Musikinstrumente, I. Teil: Saitenklaviere, Wien: Kunsthistorisches Museum 1966, S. 39, behauptet dagegen, Brodmann sei 1771 in Eichswald (Preußen) geboren. Diese Behauptung bestätigt auch Konstantin Restle in: Faszination Klavier, S. 102.
- ^ Restle: Faszination Klavier, S. 102.
[bearbeiten] Literatur
- Beurmann, Andreas E.: Klingende Kostbarkeiten. Tasteninstrumente der Sammlung Beurmann. Lübeck: Drägerdruck 2000, ISBN 3-925402-93-4, S. 86.
- Katalog der Sammlung alter Musikinstrumente, I. Teil: Saitenklaviere, Wien: Kunsthistorisches Museum 1966, S. 39-42, 46.
- Faszination Klavier. 300 Jahre Pianofortebau in Deutschland. Hg. v. Konstantin Restle. München: Prestel 2000, S. 102.
- Clinskale 1993, S. 57ff.
- Haupt 1960, S. 129f.
- Droysen-Reber, Dagmar: Carl Maria von Weber und sein Brodmann-Hammerflügel. Einige Gedanken zu Webers Klavierkompositionen und den spieltechnischen Möglichkeiten des zeitgenössischen Instruments. In: Zur Geschichte des Hammerklaviers. Michaelsteiner Konferenzberichte Bd. 50. Michaelstein: Institut für Aufführungspraxis 1996, S. 58-62.
- Restle,Conny: Die beiden Hammerflügel von Joseph Brodmann. In: Lindley/Restle/Sachs: Beethovens Klaviervariationen op.34. Mainz 2007 (Schott). [ISBN: 978-3-7957-0575-6], S.97-103.
- Brodmann, Joseph, in: Österreichisches Musiklexikon, 2002. ISBN: 3-7001-3077-5
[bearbeiten] Links
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Joseph Brodmann |
| KURZBESCHREIBUNG | u.a. Ausbilder v. Ignaz Bösendorfer |
| GEBURTSDATUM | um 1763 |
| GEBURTSORT | nach manchen Quellen 1771 in Deuna Eichsfeld/Preußen |
| STERBEDATUM | 13. Mai 1848 |
| STERBEORT | Wien |

