Johann Schantz
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[bearbeiten] Geschichte
Johann Schantz wurde um 1762 im böhmischen Kladrub geboren. 1791 übernahm er die Werkstatt seines 1790 verstorbenen Bruders Wenzel Schantz. Das Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag nennt ihn 1796 den "zweiten berufenen Meister" nach Anton Walter. Weiter heißt es, seine Instrumente seien "eigentlich eine bis zur Kopie gebrachte Nachahmung der Fortepiano des Künstlers Stein in Augsburg" und er mache "auch viele kleine Fortepiano im Formate der englischen, welche sich leicht spielen lassen, und ziemlich starken Ton haben."
Ende der 1790er Jahre unterhielt er eine Werkstatt "beym weissen Ochsen No. 62"
Johann Schantz starb am 26. April 1828 in Wien.
[bearbeiten] Erhaltene Instrumente
- Hammerflügel aus den 1790er Jahren im KHM Wien
- Tafelklavier aus den 1790er Jahren (das angeblich aus dem Besitz von Joseph Haydn stammt) im KHM Wien
- Instrument in der Collezione Accardi - van Bussel, Dordrecht (Niederlande)
- Hammerflügel von ca. 1800 in der Accademia Bartolomeo Cristofori, Florenz (Italien)
- Hammerflügel, um 1805 im Gemeentemuseum Den Haag (Niederlande)
- Hammerflügel im Besitz der fürstlichen Familie della Torre e Tasso auf Schloss Duino (Duino Aurisina, Triest, Italien). Er ist dort im Roten Salon aufgestellt. U.a. spielte Franz Liszt, dem Hause verbunden, auf ihm und vertonte während eines Aufenthaltes ein Gedicht der musisch hochbegabten Fürstin. Der Flügel scheint in gutem Zustand zu sein.
- Hammerflügel Nr. 24, 1810, in der Collezione Claudio Veneri, Fabriano (Italien)
- Hammerflügel, Inschrift: "Johann Schantz No 52 in Wien", FF-a3 (FF-BB zweisaitig, HH-a3 dreisaitig), zwei Kniehebel, Fagottzug, im Holburne Museum, Somerset (UK) Link
[bearbeiten] Nachweise und Anmerkungen
[bearbeiten] Quellen und Literatur
- Katalog der Sammlung alter Musikinstrumente, I. Teil: Saitenklaviere, Wien: Kunsthistorisches Museum 1966, S. 33-34, 71-73.

