Stein

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Johann Andreas Stein(1728-1792)
Johann Andreas Stein
(1728-1792)

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[bearbeiten] Johann Andreas Stein (1728-1792)

Johann Andreas Stein wurde am 6. Mai 1728 in Heidelsheim (Baden) geboren und starb am 29. Februar 1792 in Augsburg. Er machte zunächst eine Lehre als Orgelbauer bei Johann Andreas Silbermann und Johann Heinrich Silbermann in Straßburg und arbeitete dann Franz Jakob Späth in Regensburg. Nach weiteren Lehr- und Wanderjahren in Ulm und Stuttgart kam er erstmals 1750 nach Augsburg und nahm im darauffolgenden Jahr seinen ständigen Wohnsitz hier. 1752 schloss sich der Kunsthandwerker der "Musikliebenden und -übenden Gesellschaft" des Augsburger Bürgertums an. 1757 erhielt Stein das städtische Bürgerrecht. Die zu Pfingsten im selben Jahr eingeweihte neue Orgel in der Barfüßerkirche betreute ihr Schöpfer als Organist. 1756 überholte er die Traktur und 1767 die Balganlage der Orgel der Augsburger St.-Anna-Kirche. 1769 reparierte er die Orgel der evangelischen Ulrichskirche und 1780 die Orgel von St. Peter am Perlach.

Neben seiner Arbeit als Orgelbauer befasste er sich zunehmend mit dem Klavierbau und entwickelte eine Prellmechanik mit Auslösung, die als Urtyp der "Deutschen" bzw. "Wiener" Mechanik den deutschen und österreichischen Klavierbau des folgenden Jahrhunderts beherrschen sollte.

Einer der wichtigsten Kunden Steins war Wolfgang Amadeus Mozart, zu dessen Familie freundschaftliche Bande geknüpft waren. Im Jahr 1763 erwarb sein Vater Leopold während des Aufenthalts des Wunderkinds in der Stadt am Lech ein Reiseklavier, auf dem der junge Mozart jahrelang gespielt hat.

14 Jahre später gab der längst arrivierte Komponist in Augsburg ein Konzert im Fuggerhaus, für das gleich drei Hammerklaviere bereitgestellt worden waren. Der Domorganist Johann Michael Demmler spielte auf dem ersten, Wolfgang Amadeus Mozart auf dem zweiten und Johann Andreas Stein auf dem dritten Flügel. Am 17. Oktober 1777 schrieb Mozart darüber an seinen Vater:

"Ehe ich noch vom stein seiner Arbeit etwas gesehen habe, waren mir die spättischen Clavier [von Franz Jakob Späth] die liebsten; nun muß ich aber den steinischen den Vorzug lassen; denn sie dämpfen noch viell besser. wenn ich starck anschlage, ich mag den finger liegen lassen, oder aufheben, so ist halt der ton in dem augenblick vorbey, da ich ihn hören ließ. ich mag an die Claves kommen wie ich will, so wird der ton immer gleich seyn. er wird nicht schebern, er wird nicht stärcker, nicht schwächer gehen, oder gar ausbleiben; mit einem wort, es ist alles gleich. seine instrumente haben besonders das vor andern eigen, daß sie mit auslösung gemacht sind. Da giebt sich der hundertste nicht damit ab. aber ohne auslösung ist es halt nicht möglich daß ein Piano forte nicht schebere oder nachklinge ... ich habe hier und in München schon alle meine 6 Sonaten [KV 279-284] recht oft auswendig gespiellt ... die lezte in D kommt auf die Pianoforte vom stein unvergleichlich heraus ..."

Stein baute im Laufe seines Lebens in seiner Augsburger Werkstatt etwa 700 Klaviere, die in ganz Europa nachgefragt waren. Seine Instrumente signierte er der Mode der Zeit entsprechend mit der französischen Variante seiner Vornamen "Jean André Stein".

[bearbeiten] Matthäus Andreas & Anna Maria Stein

Johann Andreas Steins Kinder Matthäus Andreas Stein und Anna-Maria Stein, genannt Nannette, übernahmen nach seinem Tod im Jahr 1792 die väterliche Werkstatt. Zwei Jahre später zogen sie jedoch nach Wien um und eröffneten dort gemeinsam eine Klavierfabrik unter dem Namen "Frère et Soeur Stein".

[bearbeiten] Instrumente

[bearbeiten] Orgeln

  • 1755-1757 Prunkorgel der Barfüßerkirche in Augsburg (zerstört im Zweiten Weltkrieg)
  • 1763 Orgel für das Theklakloster in Welden bei Augsburg
  • 1766 Orgel für die katholische Heiligkreuz-Kirche in Augsburg
  • Orgel im Dom zu Eichstätt

[bearbeiten] Klaviere

Erhaltene Hammerklaviere von Johann Andreas Stein befinden sich heute u. a.

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Links

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