Kirckman

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Stammbaum

[bearbeiten] Firmengeschichte

[bearbeiten] Jacob Kirckman (1710-1792)

Jacob Kirckman, dessen Vorfahren aus der Schweiz stammten, wurde am 4. März 1710 in Bischweiler im Elsass als Jacob Kirchmann geboren. Dort machte er vermutlich zunächst eine Ausbildung zum Kunstschreiner (ébéniste), bevor er in den 1730er Jahren nach London zog und dort Lehrling des flämisch-stämmigen Cembalobauers Hermann Tabel wurde. Bei ihm war ein Jahrzehnt zuvor auch Burkat Shudi in die Lehre gegangen, der Kirchmanns größter Konkurrent werden sollte.
Als Tabel 1738 starb, heiratete Kirchmann, der seinen Namen inzwischen zu "Kirckman" anglisiert hatte, dessen Witwe und übernahm das Geschäft. Der englische Musikreisende Charles Burney berichtet darüber:

"Kirchmann worked with the celebrated Tabel as his foreman and finisher till the time of his death [in 1738]. Soon after which ... Kirchmann married his master's widow, by which prudent measure he became possessed of all Tabel's seasoned wood, tools and stock-in-trade..."

1739 lässt sich Kirckmans Werkstatt in der Cambridge Street, Nähe Golden Square nachweisen.[1] 1755 erwarb Kirckman die englische Staatsbürgerschaft und signierte mit einer nochmals geänderten Schreibweise seines Namens: "Kirkman". Auf späteren Instrumenten findet sich jedoch weiterhin die Schreibweise "Kirckman". 1763 nannte er sich Harpsichord maker to her Majesty, and to several foreign princes und gab seine Adresse an mit Broad Street, near Golden Square.

[bearbeiten] Abraham Kirckman (1737-1794)

Um 1770 nahm Kirckman, dessen Ehe kinderlos blieb, seinen Neffen Abraham als Geschäftspartner auf, der 1737 ebenfalls im elsässischen Bischweiler geboren worden war. Der früheste Nachweis dieser Zusammenarbeit ist die Notiz des reisenden Cembalostimmers Thomas Green, der sich in seine Liste eintrug, ein Cembalo mit der Signatur "Jacobus and Abraham Kirckman 1771 fecit" [sic!] gestimmt zu haben, das sich im Besitz von Sir Abraham und Lady Hume of Wormley Bury befand. Der grammatische Fehler lässt sich mit einer Nachlässigkeit Greens erklären, doch ist bemerkenswert, dass alle erhaltenen Instrumente von Jacob und Abraham Kirkman mit Jacobus and Abraham Kirckman Londini fecerunt [Jahreszahl] signiert sind. Daher muss die Herkunft von Instrumenten mit anders lautender Inschrift als fragwürdig gelten.

[bearbeiten] Joseph Kirkman

Abraham Kirckman hat kein Instrument alleine signiert. Spätestens ab 1789 entstanden Instrumente mit der Signatur Abraham et Josephus Kirckman Londini fecerunt [Jahreszahl], aus der hervorgeht, das inzwischen Abrahams Sohn Joseph als Partner in das Geschäft seines Großonkels eingetreten war. 1790 übernahm Joseph dann die Leitung des Geschäfts. 1792 starb Jacob Kirckman als wohlhabender Mann und nur zwei Jahre später starb auch sein Neffe Abraham. Noch bis 1809 wurden in der Werkstatt Cembali hergestellt, während die Herstellung von Hammerklavieren inzwischen zum wichtigeren Produktionszweig geworden war.

Joseph Kirkman war Hof-Klavierbauer für Queen Caroline und H.R.H. The Prince Regent.

[bearbeiten] Joseph Kirkman jun. (†1877)

Mit dem Eintritt von Josephs Söhnen Abraham und Joseph jun. in das väterliche Geschäft nannte sich die Firma Kirkman & Sons. Joseph Kirkman jun. war Hof-Klavierbauer für Queen Victoria und die Königin von Portugal.

Bis 1896 stellte Kirkman & Sons Klaviere her, bevor sie mit Collard & Collard fusionierten.

[bearbeiten] Instrumente

Erhaltene Instrumente von Jacob and Abraham Kirckman befinden sich heute

  • im MKG Hamburg: Tafelklavier, London 1775

Erhaltene Instrumente von Kirkman & Son befinden sich heute

[bearbeiten] Nachweise und Anmerkungen

  1. ^ laut einer Anzeige im Daily Gazetter vom 8. Mai 1739

[bearbeiten] Literatur

  • Harding, Rosamond E. M.: The Piano-Forte. Its History traced to the Great Exhibition of 1851. London: Heckscher 1933. Completely revised edition 1978. Reprinted 1989, S. 66, 69, 82.
  • Boalch, Donald H.: Makers of the Harpsichord and Clavichord 1440-1840. London 1956, rev. 3. Ausgabe, hg. von Ch. Mould. Oxford 1995.
  • Russell, Raymond: Early Keyboard Instruments. Victoria & Albert Museum. London 1959.
  • Haase, Gesine und Dieter Krickeberg (Hg.): Tasteninstrumente des Museums. Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz. Berlin 1981.
  • Dahl, Bjarne und John Barnes: Changes in English Grand Piano Actions between 1787 and 1792. In: Galpin Society Journal 50, 1997, S. 208-211.

[bearbeiten] Links

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