Münchner Industrie-Ausstellung 1854
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| Industrie-Ausstellung 1854 in München ausgestellte Klaviere (Wert in Gulden) | |||
|---|---|---|---|
| Herkunft | Ausst. | Instr. | Wert |
| Königreich Württemberg | 10 | 26 | 10.533 |
| Königreich Sachsen | 8 | 11 | 6.494 |
| Königreich Preußen | 5 | 9 | 5.093 |
| Herzogtum Nassau | 1 | 1 | 750 |
| Kaiserreich Österreich | 12 | 25 | 19.170 |
| Kurfürstentum Hessen | 3 | 5 | 3.195 |
| Königreich Hannover | 3 | 5 | 2.377 |
| Hansestadt Hamburg | 1 | 1 | 455 |
| Frankfurt | 1 | 2 | 1.487 |
| Herzogtum Braunschweig | 1 | 3 | 1.721 |
| Königreich Bayern | 7 | 12 | 7.435 |
| SUMMEN | 52 | 100 | 57.132 |
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Ausstellungsdaten
Laut Bericht von Karl Emil von Schafhäutl wurden 1854 in München 100 Klavierinstrumente von 52 Ausstellern gezeigt, die einen Gesamtwert von 57.132 Gulden ausmachten.
[bearbeiten] Beurteilungskommission
- Johann Baptist Streicher, k. k. Hofpianofortefabrikant aus Wien
- Dr. Gugler, kgl. württembergischer Professor aus Stuttgart
- als Vorsitzender: Dr. K. Schafhäutl, kgl. bayerischer Universitäts-Professor
Als Sachverständige waren hinzugezogen:
- H. Stunz, kgl. bayer. Hofkapellmeister in München
- Ch. Wanner, Professor am kgl. Conservatorium zu München
- Theodor Stöcker, Pianofortefabrikant aus Berlin
[bearbeiten] Auszeichnungen
An Auszeichnungen wurden drei Große Denkmünzen, zwölf Ehrenmünzen und 15 Belobende Erwähnungen vergeben:
[bearbeiten] Große Denkmünze
- 342 Aloys Biber, Hofpianofortefabrikant in München (Königreich Bayern) - wegen Herstellung von Flügeln und tafelförmigen Fortepianos in einem überaus hohen Grade der Vollendung im Ganzen sowohl, als in den einzelnen Theilen, und wegen Erfindung einer sehr einfachen, dauerhaften und dennoch durchaus vollkommenen Mechanik.
- 3417 Eduard Seuffert, Claviermacher in Wien (Kaiserreich Österreich) - wegen Herstellung von flügelförmigen Pianos von außerordentlich großem und schönen Tone.
- 6423 Johann Lorenz Schiedmayer & Söhne in Stuttgart (Königreich Württemberg) - wegen Fabrikation von sehr schönen und vortrefflichen Fortepianos von edler Tonfarbe und Begründung eines ausgedehnteren Fabrikationszweiges in Württemberg.
[bearbeiten] Ehrenmünze
- 2702 Christian Heinrich Schröder, in Hamburg (Hamburg) - für Verfertigung eines ausgezeichneten Pianino.
- 2806 Ernst Haake, Instrumentenmacher in Hannover (Königreich Hannover) - wegen Verfertigung eines ausgezeichneten Piccolo in der einfachsten Form.
- 2809 W. Ritmüller, in Göttingen (Königreich Hannover) - wegen Verfertigung eines vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Piano von gleichem guten Tone.
- 2945 Carl Scheel in Kassel (Kurfürstentum Hessen) - für Verfertigung ausgezeichneter Pianinos.
- 3402 Franz Rausch u. Sohn, Claviermacher in Wien (Kaiserreich Österreich) - wegen Verfertigung von vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Pianos von gleichem, guten Tone.
- 3408 M. Schweighofer's Wittwe, Clavierm. in Wien (Kaiserreich Österreich) - für Verfertigung guter Flügel und tafelförmiger Pianofortes in großem Maßstabe.
- 4986 Westermann & Co., in Berlin (Königreich Preußen) - wegen Verfertigung eines vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Piano von gleichem, guten Tone.
- 5414 Johann Bernhard Klems in Düsseldorf (Königreich Preußen) - wegen Verfertigung eines vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Piano von ganz gleichem, guten Tone.
- 5793 Ernst Irmler jun., früher Schambach und Merchant, in Leipzig (Königreich Sachsen) - wegen Verfertigung eines vortrefflich ausgeführten flügel- und tafelförmigen Piano von gleichem, guten Tone.
- 6424 Dieudonné & Blädel in Stuttgart (Königreich Württemberg) - wegen Verfertigung von vortrefflich ausgeführten flügelförmigen Pianos von gleichem, guten Tone.
- 6429 Richard Lipp, Pianofortefabrikant in Stuttgart (Königreich Württemberg) - für Verfertigung von tafelförmigen Pianofortes von großem Tone.
- 6430 Friedrich Dörner in Stuttgart (Königreich Württemberg) - wegen Verfertigung guter Flügel und tafelförmiger Pianofortes in großem Maßstabe.
[bearbeiten] Belobende Erwähnung
- 362 J. J. Jäger, Claviermacher in München (Königreich Bayern) - für vortreffliche Querpianos.
- 2640 Carl August André in Frankfurt a. M. (Frankfurt) - wegen eines vortrefflichen Fortepiano (Flügels).
- 3112 B. Schott & Söhne, in Mainz (Großherzogtum Hessen) - für ein vortreffliches Fortepiano.
- 3428 Johann Heitzmann, Claviermacher in Wien (Kaiserreich Österreich) - wegen eines vortrefflichen Fortepiano.
- 3437 Emmerich Bétsy, Claviermacher in Wien (Kaiserreich Österreich) - für den ausgestellten guten Flügel.
- 3439 Joseph Schneider, Claviermacher in Wien (Kaiserreich Österreich) - für ein vortreffliches Fortepiano.
- 3956 Johann Fritz in Graz (Kaiserreich Österreich) - wegen eines vortrefflichen Fortepiano (Flügel).
- 4732 Carl Schmidt, Claviermacher in Pest (Kaiserreich Österreich) - für ein vortreffliches Fortepiano.
- 4733 Ludwig Beregßâßy, Claviermacher in Pest (Kaiserreich Österreich) - für ein vortreffliches Fortepiano.
- 5218 Hölling & Spangenberg in Zeitz (Königreich Preußen) - wegen eines vortrefflichen Querpiano.
- 5789 Julius Blüthner in Leipzig (Königreich Sachsen) - für ein vortreffliches Fortepiano.
- 5790 Breitkopf & Härtel in Leipzig (Königreich Sachsen) - wegen eines vortrefflichen Fortepiano. (S[iehe] a[uch] XI. Gr[uppe] III. Abth[eilung])
- 6425 Hägele & Lutz, Pianofortefabrikanten in Aalen (Königreich Württemberg) - wegen eines vortrefflichen Fortepiano.
- 6426 Matthäs & Kanhäuser in Stuttgart (Königreich Württemberg) - für ihr vortreffliches Querpiano.
- 6428 F. Kaim & C. Günther, Pianofortefabrikanten in Kirchheim (Königreich Württemberg) - wegen ihrer vortrefflichen Fortepianos.
[bearbeiten] Literatur
- Schafhäutl, Karl Emil von: Die Pianofortebaukunst der Deutschen. Repräsentiert auf der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München im Jahre 1854. Aus dem Berichte der Beurtheilungs-Commission über die musikalischen Instrumente verfaßt von Dr. Schafhäutl, Conservator und Professor. München: Verlag von Georg Franz 1855.
- André, Carl August: Der Clavierbau in seiner Geschichte, seiner technischen und musikalischen Bedeutung. Eine erläuternde Darstellung hervorgerufen durch die erste allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung zu München. Offenbach am Main: 1855.
[bearbeiten] Siehe auch
- Artikel Industrie-Ausstellungen

