Graf

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Conrad Graf(1782-1851)
Conrad Graf
(1782-1851)

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[bearbeiten] Geschichte

Conrad Graf wurde am 17. November 1782 in Riedlingen (Württemberg) geboren und wuchs als Halbwaise auf. 1798 zog er nach Wien und arbeitete als Geselle bei Jakob Schelkle in Währing. Am 14. Februar 1804 heiratete er dessen Witwe Katharina, geb. Rathgeber und übernahm den Währinger Betrieb ihres verstorbenen Gatten. Erst 1811 erhielt er die Erlaubnis, Klaviere zu verkaufen. Die Adresse seiner Werkstatt lautete zwischen 1811 und 1825 Auf der Wieden 182 und (nach der Umnumerierung von 1821) Wieden 102, bis er 1826 das sogenannte "Mondscheinhaus" neben der Karlskirche kaufte[1] und dort seine Werkstatt einrichtete. Am 11. Januar 1822 legte er den Wiener Bürgereid ab, am 19. Oktober 1824 wurde ihm der Titel eines "k. k. Hofpiano- und Claviermachers" verliehen. Als Auszeichnung für die Qualität seiner Instrumente erhielt er bei der 1. Wiener Gewerbsprodukten-Ausstellung 1835 in Wien eine Goldene Medaille. In dieser Zeit galt seine Fabrik laut Österreichischer National-Encyklopädie als die "größte und renommirteste Wiens und des Kaiserthums". 1841 verkaufte Graf sein Geschäft an Carl Stein. Er starb am 18. März 1851 in Wien.

Conrad Grafs Instrumente wurden unter anderem von prominenten Musikern und Komponisten seiner Zeit gespielt und geschätzt. Ludwig van Beethoven erhielt 1826 im Rahmen einer Reparatur seines Broadwood-Flügels von Graf einen Flügel mit vierchörigem Saitenbezug als Leihinstrument, welchen Graf ihm später auf Lebenszeit zur Verfügung stellte. Frederic Chopin spielte auf Graf-Flügeln. Clara Wieck und Robert Schumann besaßen einen Flügel von Conrad Graf. Dieser Flügel war ein Geschenk Grafs an Clara Wieck im Rahmen Ihres Wien-Aufenthalts 1838 oder zur Vermählung mit Robert Schumann 1840 - die vorhandenen Quellen geben beide Versionen an - und ging später in den Besitz von Johannes Brahms über. Auch Gustav Mahler besaß bis 1902 einen Flügel von Graf.

[bearbeiten] Nachweise und Anmerkungen

  1. ^ Rudolf Hopfner, Wiener Musikinstrumentenmacher 1766-1900, Schneider, Tutzing 1999, 162.

[bearbeiten] Erhaltene Instrumente

[bearbeiten] Quellen und Literatur

  • Katalog der Sammlung alter Musikinstrumente, I. Teil: Saitenklaviere, Wien: Kunsthistorisches Museum 1966, S. 43-47, 49-51, 76.
  • Faszination Klavier. 300 Jahre Pianofortebau in Deutschland. Hg. v. Konstantin Restle. München: Prestel 2000.
  • Wythe, Deborah: The pianos of Conrad Graf, Early Music, 11/1984
  • Wythe, Deborah: Conrad Graf (1782-1851), Imperial Royal Court Fortepiano Maker in Vienna. Diss.; New York 1990 (mit ungenauen Adressenangaben)
  • Luithlen, Victor: Klaviere von Conrad Graf, in der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthistorischen Museums in Wien. Belvedere, 13. Jahrg. Heft 5/8, Zürich 1938/43
  • Harding, Rosamond E. M.: The Piano-Forte. Its History traced to the Great Exhibition of 1851. London: Heckscher 1933. Completely revised edition 1978. Reprinted 1989, S. 189.
  • Edward E. Swenson: Ein Glücksfall - Ein Fortepiano von Conrad Graf. In: Concerto. Das Magazin für alte Musik, März 1988, S. 10-16.
  • Edward E. Swenson: Conrad Graf, Beethoven's Piano Builder. Piano Technicians Journal, August 1985, S. 18-21.
  • Aßfalg, Winfried: Von Riedlingen nach Wien, der Donau entlang. Conrad Graf (1782–1851) „Kaiserl. kön. Hof-Fortepianomacher Wien“. In: BC-Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach 18.Jg.Heft 1/1995 S.3–30.
  • Aßfalg, Winfried: Jacob Schelkle und Conrad Graf in Wien. Landsmannschaftliche Beziehungen sind nicht auszuschließen. In: BC-Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach 25.Jg. Heft 1/2002 S.34–36.

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