Anton Bruckner
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- Göllerich berichtet in seiner Bruckner-Biographie:
- "Als verständiger und unbefangener Musikliebhaber hatte [Franz] Seiler Bruckners Entwicklung mit regem Anteile verfolgt und ihn bald innig ins Herz geschlossen. Besonders »interessierte« ihn, wie der Junge stets »schwierige Themen durchzuführen« wußte. Als er sich einen beim Linzer Volksfeste ausgestellt gewesenen Bösendorfer-Flügel »neuester Konstruktion« angeschafft hatte, äußerte Bruckner sehnsüchtig: »A solch's Klavier sollt' i mir halt a kauf'n können!« 'Warten S' no' - erwiderte Seiler - 'Sie können ja bei mir eh spiel'n, so viel S' woll'n.' Fest von Bruckners Schöpferberuf überzeugt, hatte er sich vorgesetzt, ihn »ins Wiener Conservatorium zu geben«, da starb er plötzlich durch Schlagfluß am 13. September 1848. Bruckner »war der Erbe« seines Klavieres, das erst ein Jahr vorher gekauft worden war. Über diesen Besitz selig, fing er nun täglich schon um 4 Uhr früh zu spielen an und übte 'bis zum Kapitel-Amt um 3/47 Uhr' - wie ein damals unter ihm wohnender Sängerknabe, der spätere Oberlehrer Johann Salzbauer sich erinnert hat. An Ferientagen brachte er in dieser ersten Zeit des seligen Besitzes zehn Stunden an ihm zu. Das gedachte Instrument sollte dem 'Meister' bis ans Lebensende dienen. An ihm sind alle weiteren Werke komponiert worden."[1]
- "Das 'Bruckner-Zimmer' in St. Florian ist das vorletzte in der langen Flucht im zweiten Stocke des Stiftsgebäudes neben den Kaiserzimmern. Es enthält: das alte Bösendorfer-Klavier, auf welchem der Meister seit 1848 alle seine Werke geschaffen hat. Trotz des Alters und der steckenbleibenden Tasten bewahrte ihm der Meister rührende Anhänglichkeit. Ursprünglich war es einem mündlichen Versprechen Bruckners gemäß seiner talentierten Großnichte Laura Hueber in Vöcklabruck übersendet worden. Da es aber fraglos als wichtigstes Stück des Nachlasses ins Brucknerzimmer gehört, veranlaßte Ignaz, daß es die Nichte gegen einen neuen Heitzmannflügel nach St. Florian vertauschte."[2]
- "Mit Pietät hing er an dem alten Bösendorfer Flügel, an dem alle seine Werke entstanden sind. So erzählte er Stritzko, daß Bösendorfer ihm einen neuen Flügel angeboten habe und meinte: »Na, da bin i' aber wild 'wor'n; nur der alte is' für den alten Bruckner!«"[3]
- Am 4. Juli 1895 bezog Bruckner eine Wohnung im Schloss Belvedere des Prinzen Eugen:
- "Der Meister selbst bewohnte nur 2 Zimmer. Der schönste und größte Raum der Wohnung diente ihm als Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer. Durch drei riesige Fenster flutete reichliches Licht in den Raum. Der Blick schweifte in das Grün des riesigen Schloßparks. / Die Einrichtung war sehr einfach. Ein Tisch mit großem Leder-Lehnstuhl beim mittleren Fenster, zwei Kästen und ein großer Schubladkasten, auf welchem ein großes schwarzes Kreuz mit einem sehr schönen in Elfenbein geschnitzten Christus stand, links und rechts zwei Leuchter mit hohen Wachskerzen, ferner sein Messingbett, das an der Rückwand des Zimmers stand, in einer Ecke ein großes Pedal-Harmonium und in der Mitte des Zimmers der alte Bösendorfer-Flügel. Der Deckel des Instrumentes war meist mit einer Menge von Kleidungsstücken belegt, die Bruckner nach Laune oder Wetter anzog."[4]
[bearbeiten] Nachweise und Anmerkungen
- ^ Göllerich/Auer: Anton Bruckner, 2. Band. S. 67-68
- ^ Göllerich/Auer: Anton Bruckner: II. Band, S. 333-334
- ^ Göllerich/Auer: Anton Bruckner: IV. Band, S. 258.
- ^ Göllerich/Auer: Anton Bruckner: IV. Band, S. 515.
[bearbeiten] Literatur
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bruckner, Anton |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Komponist |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1824 |
| GEBURTSORT | Ansfelden, Österreich |
| STERBEDATUM | 11. Oktober 1896 |
| STERBEORT | Wien |

